Tag 5 – 8: Sao Paulo und Rio de Janeiro

Nach weiteren 10 Stunden Flug kommen wir in Sao Paulo an. Es ist heiß und die Sonne scheint. Also schnell am Flughafen umgezogen und raus zum Busterminal! 🙂

Ankunft in Sao Paulo

Ankunft in Sao Paulo

Nur welches Terminal, geschweige denn welcher Bus, wird uns nicht so wirklich klar. Wir stellen schnell fest, dass man mit Englisch hier nicht weit kommt. Mit Hand, Fuß und ein paar Brocken Spanisch finden wir schließlich den Bus ins Zentrum. Im Bus spricht mich eine ältere Dame auf Portugiesisch an und wir unterhalten uns angeregt während der Fahrt, wobei der Gesprächsinhalt aufgrund der Tatsache, dass wir uns nicht verstanden haben eher gering war 😉

Angekommen im Zentrum warnt uns ein Passant auf Englisch, dass es hier sehr gefährlich sei und wir unsere Elektronik besser so verstauen, dass man Sie nicht mehr erkennt…. sehr beruhigend.

Außerhalb des Bahnhofs erschrecken wir über den Zustand der Stadt. Sao Paulo ist mit Abstand die dreckigste Stadt, die ich bisher gesehen habe. In den Straßen stapeln sich die Obdachlosen, alles ist voller Müll und die Gebäude sehen größtenteils heruntergekommen aus. An manchen Ecken muss man glatt aufpassen keinem herumliegenden Obdachlosen auf die Finger zu treten. Wir fühlen uns am Tag unwohl, die Smartphones werden nur im äussersten Notfall aus der Tasche geholt. Wenn dies tagsüber schon so ist, will man gar nicht an die Nacht denken… Dennoch hat die Stadt einen gewissen Charme, sodass wir noch mehrere Stunden durch die City laufen.

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Sao Paulo Selfie

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Kirche in Sao Paulo

Ampelmännchen Sao Paulo Style

Ampelmännchen Sao Paulo Style

Unser Hotel in Sao Paulo

Unser Hotel in Sao Paulo

Türen zum Badezimmer werden überbewertet..

Türen zum Badezimmer werden überbewertet..

Martin am Weihnachtsbaum

Martin am Weihnachtsbaum

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es gibt auch schöne Ecken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir wollen die einzige für uns interessante Touristenattraktion, das Dach des Banespa Tower mit Aussicht auf Sao Paulo besichtigen. Die Schlange hierzu ist uns jedoch viel zu lang, sodass wir uns im gegenüberliegenden Steakhouse lieber ein Steak genehmigen.

Lecker Steak

Als wir für den Abend uns noch ein paar Getränke im Supermarkt besorgen, erfahren wir das erste Mal, was Regenschauer in Brasilien bedeutet. Binnen Minuten setzt der Platzregen ein und überschwemmt alle Straßen. Bordsteine werden zu Kanälen, Müllsäcke werden vom Wasser die Straßen heruntergespült. Wir warten am Supermarkt bis der Regen nachlässt und laufen durchs mittlerweile dunkle Sao Paulo zu unserem Hotel.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf zum Busbahnhof um nach Rio de Janeiro zu fahren. 350km lassen sich ja bis zum Nachmittag schaffen….denkste! Wir benötigen für die Fahrt 10 Stunden! Der Verkehr aus Sao Paulo raus und ins Zentrum von Rio rein ist die Hölle. Stop and go über Stunden. Ein kleiner Trost sind die extrem gemütlichen Sitze in unserem Bus.

Wir kommen gegen halb 11 abends am Busbahnhof in Rio an. Es ist schon wieder stockdunkel, schwül und heiß. Da wir nicht im dunklen mit unserem kompletten Gepäck durch die Stadt irren wollen, buchten wir während der Fahrt noch schnell ein Hostel an der Copacabana mit unseren Smartphones.

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Busbahnhof in Rio De Janeiro

Unser Hostel ‚Chill Hostel‘ liegt auf einem Berg, direkt am Hang im Ortsteil Leme mit Sicht auf das Meer. Und das für 50 Euro bei 2 Tagen und 2 Personen. Allerdings müssen wir unser Hostel erst einmal finden. 20 Minuten Busfahrt mit einem lokalen Bus und noch einmal 20 Minuten Fußweg liegen vor uns.

An der GPS Position angekommen finden wir jedoch kein Hostel vor. An einer Bar sitzen ein paar Männer und trinken Bier. Wir sprechen sie an und glücklicherweise spricht einer von ihnen Englisch. Leider kennt jedoch keiner der Männer unser Hostel. Wir irren unzählige Treppen hinauf und laufen durch die steilen Häuserreihen auf der Suche nach unserem Hostel. Dabei helfen uns einige Einheimische und trotz der Sprachbarriere sind hier alle sehr hilfsbereit. Ein junges Mädel läuft sogar mit uns den Berg wieder hinab und dank ihrer Hilfe finden wir schweißgebadet unser Hostel. Die Leute im Hostel sind nett und die Atmosphäre ist super. Wir genießen noch ein eiskaltes Bier an der praktischerweise direkt vor unserer Haustür liegenden Bar, bevor wir erschöpft ins Bett fallen.

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Meerblick von der Terrasse aus

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Zimmer im Chill Hostel

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Aussicht von der Terrasse

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Am nächsten Tag ist der 24. Dezember. Heiligabend und wir beschließen den Tag mit einem Bad im Meer zu beginnen. Wie kann man das Weihnachtsfest sonst schöner feiern ;-)? Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen ist, dass wir zur Bescherung einen schönen Sonnenbrand erhalten werden.

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Meine Weihnachtskarte 2014 😉

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Antarctica Bier bei 30 Grad am Strand … Ironie 😉

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Sandbauten

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Caipirinha

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Gut gelaunt an der Strandpromenade von Rio

Fussballstadion Maracana

Fussballstadion Maracana

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Freiheit

Am Nachmittag gehen wir noch das Geburtstagskind besuchen und fahren mit der Bahn hoch zur berühmten Christo Statue, welche hoch über Rio thront. Die Aussicht ist phänomenal, der Eintrittspreis Preis mit über 20 Euro allerdings auch.

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Aussicht vom Berg der Christo Statue

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Den Abend, sowie den nächsten Tag verbringen wir mit Essen und am Strand liegen, bevor es Nachts wieder zum Flughafen geht. Das Amazonasgebiet wartet auf uns: Das Abenteuer kann beginnen!

Tag 1 – 4: Abreise und New York

Nimm dir einen kleinen Rucksack und packe alle Dinge ein, die du in den nächsten 4 Wochen benötigst. Klingt nicht so einfach… ist es auch nicht. Hauptproblem: Der Rucksack ist zu klein, ich habe zu viele coole Klamotten und wir bewegen uns in Gebieten zwischen -10 und +45 Grad Celsius 😉

Ich sortiere also ein paar Dinge aus, auf welche ich eventuell verzichten kann. Nachdem ich es dritte Mal getan habe passt auch endlich alles rein. Das eigene Leben kompakt in 75 Litern.

Inhalt Rucksack

Früh um 6 geht unser erster Flug, wir müssen um 3 Uhr Zuhause los. An Schlaf war in der Nacht kaum zu denken. So schleppen wir uns müde, aber voller Vorfreude zum Airport Düsseldorf.

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Tötliche Mischung an Board

Tödliche Mischung an Board

Von dort aus geht es nach Amsterdam und anschließend dann der Anschlussflug zum Airport Newark, USA. Ja, den schreibt man wirklich so 😉

Wir kommen um 15:30 Ortszeit in New York an, in Deutschland ist es bereits 21:30 und somit macht uns der Jetlag etwas zu schaffen. Aber wenn man schon mal in New York ist… Also ab ins Hotel und rein in die City!IMG_0112

Unser Hotel bzw. Hostel für die nächsten 3 Nächte ist das u.a. durch den Song der Village People bekannte ‚YMCA Westside Hostel‘ direkt am Cental Park in Manhattan. Unser Zimmer im 9. Stock erinnert zwar etwas an eine Gefängniszelle, aber für unsere Zwecke reicht es aus. Alles andere ist in NY ohnehin unbezahlbar, selbst das Zimmer kostet schon 100 Dollar pro Nacht.

Zimmer von innen

Zimmer von innen

Selbstgebaute Sitzecke

Selbstgebaute Sitzecke aus einer Matratze

Mitbewohner im Bad

Mitbewohner im Bad

In Manhattan ist fast alles zu Fuß erreichbar und so navigieren wir uns mit unseren Smartphones zum Times Square. (Die Offlinekarten App von Ulmon auf dem iPhone ist der Knaller!)

Am Times Square angekommen erwarten uns riesige Leinwände, jede Hausfassade ist am leuchten, sodass der Platz selbst in der Nacht Taghell erleuchtet ist. Taghell und voller Menschen. Überall sind Straßenmusiker, Schausteller, Taxen und Touristen. Die protzigen, alten Autos kennt man aus Filmen, genauso wie viele Plätze und Gebäude. So habe ich mir NY vorgestellt! 🙂

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Ablaz am Times Square

Ablaz am Times Square

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Welches war wohl mein Lieblingsplakat ;-)?

Welches war wohl mein Lieblingsplakat ;-)?

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Es ist ziemlich windig und nur um die 0 Grad, sodass es uns zum Aufwärmen in das Hardrock Café zieht. Dort müssen wir 30 Minuten mit einem Pieper in der Hand warten, bis ein Tisch frei wird. Als wir unseren Tisch schließlich bekommen, bestellen wir zwei lokale Biere ‚Amber‘ und einen Fleischteller für 3 Personen. Beides sehr lecker, wir hätten aber auch den Fleischteller für 10 Personen geschafft. Der Schreck kam bei der Rechnung: 13 Dollar pro Bier… Seitdem wird in jeder Bar dann doch erst mal auf die Preisliste geschaut.

Hardrock Cafe NY

Hardrock Cafe NY

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Gegen 22 Uhr sind wir endgültig K.O. – wir sind schließlich schon seit über 25 Stunden wach und unterwegs. Also laufen wir zurück zum Hostel und hauen uns auf’s Ohr.

Dank Jetlag werde ich als alter Langschläfer sogar von selbst um 9 Uhr wach. Gut, die hupenden Autos (New Yorker Autofahrer haben einen chronischen Drang zu hupen!) und der Hubschrauber über unserem Gebäude haben durch Ihre Geräuschkulisse aber sicher auch dazu beigetragen.

Wir machen uns auf Richtung Times Square, wo wir gestern ein gutes Bistro zum Frühstücken gefunden haben. Es gibt Bacon, Ei, Bacon und noch mehr Bacon. Passt 😉

Frühstück american style

Frühstück american style

Unsere Tour soll auch heute größtenteils zu Fuß vonstatten gehen. Also laufen wir die typischen Touristenattraktionen ab. Madison Square Garden, Empire State Building, das neue World Trade Center, sowie die Gedenkstätte des alten WTC’s.

Karte von NY

Karte von NY

Denkmal an den Ruinen des alten WTC

Denkmal an den Grundmauern des alten WTC

Das neue WTC

Das neue WTC

Kein Ende in Sicht...

Kein Ende in Sicht… das neue WTC von unten

Konsequent Anti!

Konsequent Anti!

Empire State Buildung

Empire State Buildung

Einen Besuch auf dem Dach des Empire State Buildings für 50 Dollar lehnen wir dankend ab. Da können wir ja fast 4 ‚Amber‘ Biere für trinken 😉

Unser Weg führt uns weiter durch den Südosten von Manhatten, plötzlich befinden wir uns in Chinatown – eine Reise in eine andere Welt! Würde ich hier nach einer harten Party aufwachen, würde ich glauben, auf der Heimreise im Zug eingeschlafen zu sein und mich nun tatsächlich mitten in China zu befinden. Die Geschäfte sehen aus wie kleine Märkte. Allerlei Gemüse und Fisch wird hier angeboten. Chinesische Schriftzeichen und Asiaten wohin man schaut. Wir fallen hier optisch total aus dem Raster.

Blick auf Chinatown

Blick auf Chinatown

Ehm....ja

Ehm….ja

Die Feuerwehr in Chinatown hat Humor

Die Feuerwehr in Chinatown hat Humor

Es zieht uns weiter nach Osten über die Manhattan Bridge rüber nach Brooklyn. Dort angekommen laufen wir einige Meter ‚gen Süden um dann über die berühmte Brooklyn Bridge wieder zurück nach Manhattan zu laufen. Die Brooklyn Bridge ist eine der größten Hängebrücken und selbst ohne das wunderschöne Panorama der Manhattan Skyline schon einen Blick wert.

Sonnenuntergang mit Blick von der Brooklyn Bridge

Sonnenuntergang mit Blick von der Brooklyn Bridge

Ablaz am Ufer der Brooklyn Bridge

Ablaz am Ufer der Brooklyn Bridge

Blick von der Manhattan Bridge auf die Brooklyn Bridge

Blick von der Manhattan Bridge auf die Brooklyn Bridge

Brooklyn Bridge Panorama

Brooklyn Bridge Panorama

Wir haben heute über 30 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, ruhen uns nun bei einem Bierchen aus und planen unsere Partytour für heute Nacht. Es ist schließlich Freitag! 🙂

Anfangs landen wir in einer kleinen, kultigen Bar mit Livemusik. Davon abgesehen, dass trotz 5 Dollar Eintritt das 0,3 L Bier trotzdem 7 Dollar kostet kommen dann noch 7,50 $ Bedienungszuschlag hinzu. In NY sind alle Beträge Netto angegeben, also kommen noch 5 $ Steuern hinzu und wir haben die nächste Rechnung über 60 $…
Wenn das so weitergeht müssen wir in Sao Paulo als Tellerwäscher arbeiten 😉

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Rechnung bitte...

Rechnung bitte…

Egal, genug genörgelt. Wir lassen uns die Laune nicht verderben – nun soll es in eine Metal Bar gehen! Leider stellen wir als wir vor der Adresse stehen fest, dass der Laden nicht mehr existiert 😦
Also einmal wieder quer durch die Stadt – das Duff’s soll ebenfalls eine Metal Bar sein.

O-Ton von mir zu Martin, als wir in die Zielstrasse in Brooklyn laufen:“Oh schau mal, die Bar da schaut aber Zwielichtig aus!“
Ratet mal wie der Laden hieß…. Richtig, das ist unser Duff’s! Egal, ab ins Getümmel! Super Laden, gute Musik und für NY Verhältnisse günstige Drinks. Wir verbringen ein paar Stunden dort, bis wir uns entschließen noch die letzte Rock Bar aufzusuchen. Dort angekommen stellen wir fest, dass auch dieser Laden nicht mehr existiert. Was ist da los?!? Wir besorgen uns ein Frust-Hot Dog und fahren anschließend ins Hotel.

Am nächsten Morgen bummeln wir durch den Central Park und die protzige 5th Avenue mit all den Designergeschäften entlang. Einen Abstecher nach Little Italy, dem italienischen Abbild von Chinatown, sowie ein leckeres Essen in Chinatown beschäftigen uns Tagsüber, bis es uns Abends in unsere letzte NY Nacht zieht. Unsere letzte und auch beste Partynacht beginnt und endet in ‚Rudys Bar‘ in Manhattan. Schnell haben wir ein paar New Yorker kennengelernt und die Bierpitcherzirkulation an unserem Tisch ist auf höchstniveau. Um halb 4 werden wir und unsere neuen ‚Bro’s‘ aus dem Laden gekehrt und fallen glücklich und erschöpft ins Bett.

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NY Underground

NY Underground

Am nächsten Morgen heißt es auschecken um 11:30 – nicht so schön, vor allem nicht mit Kopfschmerzen 😉 Wir packen also unsere sieben Sachen und machen uns auf den Weg zur Fähre nach Staten Island um einen Blick auf die Freiheitsstatue werfen zu können. Anschließend fahren wir direkt mit der nächsten Fähre wieder zurück nach Manhattan.

Es ist kalt und windig und wir haben noch ein paar Stunden bis unser Flug geht. Also entscheiden wir in die no-go area Bronx zu fahren. Es ist schließlich Tag und wir haben die Townships in Südafrika auch überlebt. In der Bronx angekommen ist die Atmosphäre dann schon eine andere als in Manhattan. Viele Ecken erinnern an Gangsterfilme und es ist dreckiger als im Rest von NY.

Schicke Autos in der Bronx

Schicke Autos in der Bronx

Bronx

Bronx

Ein Blick auf die Uhr – es ist spät! Genau zum Boarding erreichen wir unser Gate. Augen zu und ab in die Sonne, Sao Paulo wir kommen! 🙂