Tag 16 – 20: Kaoh Lak und Heimreise

Am 16. Tag unserer Thailandreise erreichen wir mit einem kleinen Bus Kaoh Lak. Die Stadt selber hat stark unter dem Tsunami gelitten, sodass hier nun viel auf Sicherheit geachtet wird. Überall in der Stadt finden sich Warnschilder. Wir besuchen ein Polizeiboot, welches während des Tsunamis mehr als 2 KM ins Landesinnere gespült worden ist und dort nun als eine Art Gedächtnisstätte liegt.

Tsumani Warnschild

Tsunami Warnschild

Polizeiboot 813

Polizeiboot 813 – Der Tsunami schwemmte es 2KM ins Landesinnere

Unsere Unterkunft für die nächsten drei Tage ist diesmal eine richtige Hotelanlage direkt am Strand. Diese hat zwar kaum noch Thailandflair, schaut dafür aber wunderschön aus. Wir wohnen in einem kleinen Bungalow nur wenige Meter vom Strand und Pool entfernt. Wir sind zufrieden, wir wollen ja schnell noch etwas Sonne tanken, bevor es bald schon wieder zurück in die kalte Heimat geht.

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Unser Pool

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Unser Zimmer in Kaoh Lak

Wir laufen durch die Stadt, genießen leckeres Essen (Meine Stäbchen-Esskünste sind mittlerweile richtig gut!) und kaufen noch die ein oder anderen Marken*hust*-Klamotten ein. Mein thailändisches Verhandlungsgeschick wird um „Peng mak!“ (Viel zu teuer!) erweitert. Es funktioniert, auch wenn ich die Antwort darauf nie verstanden habe! 😉

Martin deckt sich mit reichend Rambutan, seiner neuen Lieblingsfrucht, ein. Rambutan ist eine stacheligen Frucht, welche bei uns ziemlich unbekannt ist. Auch Durian (Stinkefruckt) probieren wir.  Der Name Stinkefrucht kommt nicht von ungefähr: Sie riecht grauenhaft, schmeckt aber gar nicht mal so schlecht! An vielen Geschäften und öffentlichen Einrichtungen befinden sich sogar Verbotsschilder für diese Frucht:

Durian Verbotsschild

Durian Verbotsschild

Auch sehen wir einen Weihnachtsumzug, schließlich ist bald Heiligabend und aufgrund der vielen Touristen…
Nur hier trägt der Weihnachtsmann rote Shorts und Flip Flops. Das ist Ihm bei 40 Grad aber auch nicht zu verübeln.  😀

Besonders auffällig sind die vielen Schneidereien in der ganzen Stadt. Wir haben leider nur drei Tage vor Ort und müssen uns daher leider von dem Gedanken verabschieden mit maßgeschneiderten Hugo Boss Anzügen für unter 100 € nach Hause zu fliegen. Bleiben wir halt bei unseren Shorts.

Am Abend finden wir unsere neue lokale Lieblingsbar, den Happy Snapper. Diesmal leider keine Reggaebar am Strand – aber ebenfalls mit einem Superflair. Abends spielen hier diverse lokale Bands – und diese gefallen uns super! Da Martin und ich beides Bassisten sind, sind wir von einem wirklich genialen Bassspieler begeistert. Nach seiner Show quatschen wir ein wenig mit Ihm und es dauert auch nicht lange, bis ich seinen Bass in der Hand habe.

Band im Happy Snapper

Band im Happy Snapper

Den nächsten Tage lassen wir gechilled angehen: Am Strand brutzeln und Massagen genießen 🙂
Martin flüchtet zwischendurch in unseren Bungalow um sich von 40 °C Außentemperatur zu erholen, ich höre meinen MP3 Player am Strand rauf und runter und will gar nicht mehr weg hier.

Für den letzten Abend haben laden uns unsere Gruppenteilenhmer zum Abendessen in einem Fischrestaurant ein. Wir müssen aber absagen, denn wir  haben uns VIP Tickets fürs Thaiboxen gekauft. Knapp 30 € pro Person. Dafür Sitzplätze in den vordersten Reihen und ein Buffettabendessen inklusive.
Wir fahren mit dem Taxi zu der Halle, in der die Kämpfe stattfinden sollen. Eine kleine, dunkle Halle auf einem Hinterhof…uns wird etwas mulmig – so stell ich mir Hahnenkämpfe vor.

Am Ticketschalter werden wir jedoch nett empfangen, wir erhalten unsere Tickets und einen Fahrer, welcher uns zum Abendessen fahren soll. Das Restaurant in dem das Essen stattfindet liegt fast wieder bei unserem Hotel… Die Taxifahrt hat sich gelohnt! 😀
Wir versuchen zu vereinbaren, dass uns unser Fahren in 45 Minuten wieder abholt…glauben wir zumindest.

Im Restaurant gibt es ein großes Buffet mit verschiedenem Gemüse und rohem Fleisch. Gebraten wird selbst, direkt am Tisch auf einem kleinen, in der Mitte des Tisches platziertem, Tischgrill. Dieser Grill wird mit Wasser aufgegossen, sodass diverses Gemüse am Rand gekocht werden kann. Dauert etwas, aber schmeckt super lecker!

Tischgrill

Tischgrill – Thailändische Art

Als unser Fahrer nach 60 Minuten immer noch nicht wieder da ist und der Kampf gleich losgeht, versuchen wir dem Restaurantpersonal verständlich zu machen unserem Fahrer Bescheid zu sagen. Ein elendiges Hin- und Her mit Warterei in Ungewissheit. Aber irgendwann steht unser Fahrer tatsächlich wieder vor dem Restaurant und wir fahren zurück zum Thaiboxing Event.

Dort angekommen werden wir in die Halle geleitet, welche eher nach der Turnhalle meiner alten Schule aussieht, nur etwas heruntergekommener. Wir nehmen in der ersten Reihe Platz und bekommen ein Getränk gereicht. Die Kämpfe starten – und hier geht es ordentlich zur Sache! Die meist Jungen Kämpfer bis ca. 20 Jahre geben ordentlich Gas und bieten selbst uns als nicht-Box-Fans eine spannende Show.

Später am Abend treffen wir uns noch mit einigen aus unserer Gruppe in unserer Happy Snapper Bar und feiern eine letzte ausgelassene Nacht.

Am nächsten Morgen erfahren wir, dass es einigen aus unserer Gruppe schlecht geht – das Fischrestaurant, zu welchem wir ja nicht mit konnten, war wohl nicht so gut. Es wird ein Arzt gerufen und stellt eine Lebensmittelvergiftung bei mehreren Personen fest. Ein Paar verschiebt sogar seinen Rückflug. Zum Glück waren wir beim Thaiboxen! Wir treten also unseren Rückflug an – mit dabei einige der kranken Personen, die Spucktüte immer griffbereit.

Am Flughafen erfahren wir, dass wir den Jungfernflug des neuen A380 von Thaiairways erleben werden. Ein riesiges Flugzeug, man merkt kaum etwas von Start und Landung.

Der erste Flug mit dem neuen A380

Der erste Flug mit dem neuen A380. Die Überraschung hat Martin glatt die Schuhe ausgezogen 😀

Dennoch dauert genau bis zum Abflug, als eine Frau links von Martin Gebrauch von der Spucktüte macht. Der beigerufene Steward balanciert die volle Tüte auf einem Tablett durch den Gang des Flugzeugs. Bei jedem ruckeln des Flugzeugs scheint die Tüte auf dem Tablett hin- und her zu rutschen… Ich sehe sie schon auf einem anderen Passagier landen.
Der Rest des Fluges verläuft dann glücklicherweise jedoch ruhig – und die Tüte findet Ihren Platz im Mülleimer 😉

16. Dezember, 13 Stunden später – Ankunft in Frankfurt: Wir sind müde, es ist kalt, wir wollen zurück nach Thailand!

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